Energie-Fresser aufspüren & 300 € sparen

Energie-Fresser aufspüren & 300 € sparen

Stell dir vor, du verlässt morgens die Wohnung – und trotzdem laufen überall Geräte auf Hochtouren. Nicht weil du sie vergessen hast, sondern weil viele Elektrogeräte einfach nie wirklich ausgeschaltet sind.

Fernseher, Receiver, Spielkonsolen, Ladegeräte, der alte Drucker im Arbeitszimmer – sie alle verbrauchen Strom, auch wenn du sie gerade gar nicht nutzt. Man nennt das Standby-Verbrauch oder schlicht: stille Verbraucher.

Das Problem ist nicht ein einzelnes Gerät. Das Problem ist die Summe. In einem typischen Haushalt kommen so schnell 100 bis 300 Euro Stromkosten pro Jahr zusammen, die sich mit ein paar cleveren Gewohnheiten einsparen lassen – ohne auf irgendetwas verzichten zu müssen.

Die Idee ist simpel: Erst messen, dann handeln.

Viele Menschen schätzen den Verbrauch ihrer Geräte falsch ein. Ein TV im Standby wirkt harmlos – zieht aber je nach Modell und Alter bis zu 15 Watt dauerhaft. Hochgerechnet auf 8.760 Stunden im Jahr summiert sich das auf mehr als 130 Kilowattstunden – nur für den Standby-Betrieb eines einzigen Geräts.

Mit einem einfachen Strommessgerät (erhältlich ab ca. 10–15 Euro) steckst du deine Geräte nacheinander in die Steckdose und misst den tatsächlichen Verbrauch – im Betrieb, im Standby und im ausgeschalteten Zustand. So bekommst du schwarz auf weiß, welche Geräte die größten Energie-Fresser in deinem Haushalt sind.

Danach setzt du Prioritäten: Was verbraucht am meisten und lässt sich am einfachsten abschalten? Diese Geräte gehst du zuerst an.

Das Sparpotenzial liegt je nach Haushalt zwischen 100 und 300 Euro pro Jahr. Das klingt nach einer großen Spanne – und die ist auch berechtigt, denn es kommt auf die Ausgangssituation an. Ein Haushalt mit vielen älteren Geräten, einem großen Fernseher mit Receiver, einer Spielkonsole und mehreren dauernd eingesteckten Ladegeräten hat deutlich mehr Einsparpotenzial als ein Einpersonenhaushalt mit wenigen Geräten. Einige Richtwerte zur Orientierung:

  • Standby aller Unterhaltungsgeräte abstellen: 30–80 € pro Jahr
  • Ladegeräte und Netzteile konsequent ziehen: 10–20 € pro Jahr
  • Kühlschranktemperatur optimieren (7 °C statt 4 °C): 10–15 € pro Jahr
  • Waschmaschine nur voll beladen bei 30–40 °C waschen: 20–40 € pro Jahr
  • Altes Zweitgerät (z. B. Kühlschrank im Keller) abschalten: 50–100 € pro Jahr

Das ist machbar – und die ersten Ergebnisse spürst du bereits in der nächsten Stromabrechnung.

Erste Schritte

  • 1
    Gehe durch alle Räume und notiere jedes Gerät, das dauerhaft eingesteckt ist oder im Standby läuft.
  • 2
    Besorge ein Strommessgerät (ab ca. 10 € im Baumarkt oder online erhältlich).
  • 3
    Miss den Standby-Verbrauch der fünf auffälligsten Geräte und notiere die Werte.
  • 4
    Schließe TV, Receiver und Spielkonsole gemeinsam an eine schaltbare Steckdosenleiste an.
  • 5
    Ziehe Ladekabel und Netzteile nach Gebrauch konsequent aus der Steckdose.
  • 6
    Stelle die Kühlschranktemperatur auf 7 °C und das Gefrierfach auf –18 °C ein.
  • 7
    Aktiviere den Eco-Modus bei Waschmaschine und Geschirrspüler und starte Geräte nur voll beladen.
  • 8
    Prüfe, ob ein alter Zweit-Kühlschrank oder ein ungenutztes Gefriergerät abgeschaltet werden kann.

Fakten & Überblick

KategorieHaushalt & Energie
Aufwanddauerhaftes verhalten
Häufigkeitlaufend

Finloom Tipp

"Schaltbare Steckdosenleisten sind eine der einfachsten Maßnahmen: Einmal angeschlossen, trennst du Fernseher, Receiver und Spielkonsole mit einem einzigen Knopfdruck komplett vom Strom. Das dauert keine Sekunde und spart auf das Jahr gerechnet oft 30–60 € – ganz ohne Verzicht auf Komfort."

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