
Teilen statt Besitzen: Werkzeuge leihen und Geld sparen
Die Bohrmaschine verstaubt im Keller, der Hochdruckreiniger wird einmal im Jahr verwendet und der Rasenmäher nimmt die halbe Garage ein. Kennst du das? Viele Werkzeuge und Geräte nutzen wir so selten, dass sich der Kauf kaum lohnt.
Teilen statt Besitzen ist hier die clevere Alternative. Anstatt teure Geräte zu kaufen, leihst du sie nur dann, wenn du sie tatsächlich brauchst. Das spart nicht nur Geld, sondern auch Platz und Wartungsaufwand.
Das Prinzip ist simpel: Du analysierst, welche Werkzeuge und Geräte du nur gelegentlich benötigst, und leihst sie stattdessen aus. Dabei hast du verschiedene Möglichkeiten:
- Baumärkte mit Geräteverleih (Bauhaus, Obi, Hornbach)
- Lokale Verleihdienste in deiner Stadt
- Online-Plattformen wie GetMyThings oder Frents
- Nachbarschaftshilfe über Apps wie nebenan.de
- Sharing-Communities in deinem Wohngebiet
Der Aufwand beschränkt sich auf die Recherche nach Leihoptionen, die Buchung und das Abholen bzw. Zurückbringen der Geräte.
Das Einsparpotenzial liegt bei etwa 100-500 Euro pro Jahr, je nachdem wie viele Geräte du normalerweise kaufen würdest. Ein Beispiel: Eine gute Bohrmaschine kostet 80-150 Euro, beim Baumarkt leihst du sie für 8-15 Euro pro Tag. Nutzt du sie nur dreimal im Jahr, sparst du bereits nach dem ersten Jahr Geld.
Besonders lohnend ist das Leihen bei teuren Spezialgeräten: Ein Hochdruckreiniger für 200 Euro lässt sich für 20 Euro am Wochenende ausleihen. Ein Anhänger kostet in der Anschaffung 800-1500 Euro, beim Verleiher zahlst du 25-40 Euro pro Tag.
Neben den direkten Kosten sparst du auch bei Wartung, Reparaturen und Versicherung.
Der erste Schritt ist eine ehrliche Bestandsaufnahme: Welche Werkzeuge besitzt du bereits, nutzt aber selten? Diese Liste hilft dir bei zukünftigen Kaufentscheidungen.
Bevor du ein neues Gerät kaufst, stellst du dir drei Fragen: Wie oft werde ich es nutzen? Was kostet das Leihen im Vergleich? Habe ich Platz zur Lagerung?
Planung ist wichtig: Beliebte Geräte wie Rasenmäher oder Anhänger sind an Wochenenden schnell ausgebucht. Reserviere rechtzeitig oder weiche auf weniger nachgefragte Zeiten aus. Viele Baumärkte bieten auch Wochentarife an, die günstiger sind als Tagesmietpreisen.
Die Vorteile gehen weit über das reine Geldsparen hinaus:
- Geringere Anschaffungskosten und keine Wartungskosten
- Mehr Platz in Keller, Garage oder Abstellkammer
- Zugang zu professionellen, hochwertigen Geräten
- Beitrag zur Nachhaltigkeit durch Ressourcenschonung
- Keine Sorge um Reparaturen oder Ersatzteile
- Flexibilität bei der Gerätewahl je nach Projekt
Das ist machbar, auch wenn du nicht der organisierteste Typ bist. Die meisten Verleiher haben mittlerweile einfache Online-Buchungssysteme.
Ehrlich gesagt: Leihen hat auch Nachteile, die du kennen solltest. Du bist abhängig von der Verfügbarkeit der Geräte. An sonnigen Wochenenden sind Rasenmäher oft vergriffen, beliebte Werkzeuge manchmal nicht sofort verfügbar.
Der Transportaufwand kann nervig sein: Abholen, zurückbringen, manchmal vorher reinigen. Bei spontanen Projekten ist das eigene Werkzeug natürlich praktischer.
Außerdem trägst du die Verantwortung für geliehene Geräte. Beschädigungen können teuer werden, daher solltest du vorsichtig damit umgehen und eventuelle Versicherungsoptionen prüfen.
Für Geräte, die du sehr häufig nutzt (mehr als 10-15 Mal im Jahr), lohnt sich der Kauf meist trotzdem.
Teilen statt Besitzen ist eine clevere Strategie für alle, die Geld sparen und nachhaltiger leben wollen. Besonders bei teuren Spezialwerkzeugen und saisonalen Geräten macht das Leihen finanziell absolut Sinn.
Die Umsetzung wird easy, wenn du es zur Gewohnheit machst, vor jedem Gerätekauf die Leihoption zu prüfen. Starte mit ein oder zwei Geräten, die du selten brauchst, und sammle Erfahrungen.
Das Beste: Du musst nicht radikal umdenken. Kombiniere Leihen und Kaufen je nach Bedarf. Häufig genutzte Grundausstattung kaufst du, seltene Spezialgeräte leihst du. So behältst du die Flexibilität und maximierst deine Ersparnis.
Erste Schritte
- 1Liste mit allen selten genutzten Werkzeugen und Geräten in deinem Haushalt erstellen
- 2Lokale Verleihmöglichkeiten recherchieren: Baumärkte, Verleihdienste, Online-Plattformen
- 3Kosten für Leihen vs. Kaufen bei drei konkreten Geräten vergleichen
- 4Nachbarschaftshilfe-Apps oder lokale Sharing-Communities erkunden
- 5Verfügbarkeit beliebter Geräte an Wochenenden bei verschiedenen Anbietern prüfen
- 6Ein erstes Gerät testweise leihen und Erfahrungen sammeln
- 7Vor zukünftigen Gerätekäufen immer die Leih-Option als Alternative prüfen
Fakten & Überblick
Finloom Tipp
"Erstelle eine Liste mit allen Werkzeugen und Geräten, die du besitzt, aber weniger als 5 Mal im Jahr nutzt. Diese sind perfekte Kandidaten für zukünftiges Leihen. Rechne die ursprünglichen Anschaffungskosten gegen die Leihgebühren – oft kommst du günstiger weg."
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