
Garagen vermieten: Passives Einkommen durch Vermietung
Bei der Garagenvermietung kaufst oder pachtest du Garagen und vermietest sie weiter. Das Geschäftsmodell funktioniert wie ein Mini-Immobilieninvestment: Du investierst einmal und kassierst danach regelmäßige Mieteinnahmen. Garagen werden nicht nur als Autostellplätze genutzt. Viele Mieter brauchen sie als Lagerraum für Gartengeräte, Winterreifen oder Hobbysachen. Besonders in dicht besiedelten Gebieten ist der Bedarf hoch, weil Parkplätze rar und Kellerräume klein sind. Das macht die Idee interessant: Du steigst mit überschaubarem Kapital in den Immobilienmarkt ein, ohne gleich eine ganze Wohnung kaufen zu müssen.
Das Prinzip ist simpel: Deine Mieteinnahmen müssen höher sein als deine laufenden Kosten. Du kaufst eine Garage für beispielsweise 15.000 Euro und vermietest sie für 100 Euro pro Monat. Nach Abzug von Grundsteuer, Versicherung und gelegentlichen Reparaturen bleiben dir etwa 70-80 Euro Gewinn. Es gibt zwei Wege zum Garagenbesitz:
- Kauf: Du erwirbst die Garage komplett und bist alleiniger Eigentümer
- Pacht: Du übernimmst eine Garage langfristig gegen eine Pachtgebühr
- Lease-and-Rent: Du mietest Garagen günstig an und vermietest sie teurer weiter
Bei mehreren Garagen addieren sich die Gewinne. Mit fünf Garagen kannst du so bereits 300-400 Euro zusätzlich pro Monat erzielen.
Die Miete für eine Garage liegt je nach Lage zwischen 50 und 200 Euro monatlich. In Großstädten oder begehrten Wohngebieten sind auch höhere Preise möglich. Deine Netto-Rendite hängt von den Anschaffungskosten und laufenden Ausgaben ab. Ein realistisches Beispiel: Eine Garage kostet 12.000 Euro, die Monatsmiete beträgt 90 Euro. Nach Abzug aller Kosten (Grundsteuer etwa 50 Euro/Jahr, Versicherung 100 Euro/Jahr, Reparaturen 200 Euro/Jahr) bleiben dir etwa 650 Euro Gewinn pro Jahr. Mit mehreren Garagen wird es interessanter:
- 3 Garagen: 150-250 Euro monatlich
- 5 Garagen: 300-400 Euro monatlich
- 10 Garagen: 600-800 Euro monatlich
Die Investition amortisiert sich meist nach 12-18 Jahren. Danach hast du ein weitgehend passives Einkommen aufgebaut.
Als Garagenvermieter übernimmst du verschiedene Aufgaben, die sich aber in Grenzen halten. Der Zeitaufwand ist deutlich geringer als bei Wohnungsvermietung. Laufende Tätigkeiten:
- Mieter finden und Besichtigungen durchführen
- Mietverträge erstellen und Mietzahlungen überwachen
- Kleine Reparaturen organisieren (defekte Schlösser, Tore)
- Grundsteuer und Versicherungen verwalten
- Bei Bedarf Kündigungen aussprechen
Die meiste Arbeit fällt am Anfang an: Garagen finden, kaufen, erste Mieter akquirieren. Danach läuft das Geschäft weitgehend von selbst. Pro Garage investierst du nach der Anlaufphase meist nur 1-2 Stunden pro Monat.
Der wichtigste Erfolgsfaktor ist die Lage. Garagen in Wohngebieten mit knappem Parkraum oder in der Nähe von Mehrfamilienhäusern sind besonders gefragt. Auch die Nähe zu Einkaufszentren oder Bahnhöfen kann die Nachfrage steigern. Weitere wichtige Punkte:
- Marktgerechte Mietpreise: Nicht zu teuer, aber auch nicht unter Wert vermieten
- Saubere Abwicklung: Professionelle Mietverträge und pünktliche Kommunikation
- Guter Zustand: Funktionierende Tore, sichere Schlösser, trockene Räume
- Zuverlässige Mieter: Solvente Interessenten bevorzugen
Eine gepflegte Garage mit fairen Konditionen vermietet sich fast von selbst. Mundpropaganda funktioniert in diesem Bereich sehr gut.
Die größte Hürde ist das nötige Startkapital. Eine einzelne Garage kostet meist 10.000-25.000 Euro. Bei mehreren Garagen summiert sich das schnell auf fünf- oder sechsstellige Beträge. Weitere Herausforderungen:
- Leerstand: Nicht immer findest du sofort neue Mieter
- Säumige Mieter: Manche zahlen unregelmäßig oder gar nicht
- Vandalismus: Beschädigungen können teuer werden
- Rechtliche Aspekte: Mietrecht auch bei Garagen beachten
Die Lernkurve ist aber überschaubar. Du brauchst keine besonderen Vorkenntnisse, solltest aber grundlegende kaufmännische Fähigkeiten mitbringen. Ein Gespür für lokale Marktpreise entwickelst du schnell.
Garagenvermietung eignet sich für dich, wenn du ein stabiles Zusatzeinkommen suchst und bereit bist, mittelfristig zu denken. Das Geschäftsmodell ist weniger komplex als Wohnungsvermietung, erfordert aber trotzdem Startkapital und etwas unternehmerisches Denken. Ideal ist die Idee für:
- Anleger mit 15.000-50.000 Euro verfügbarem Kapital
- Menschen, die passives Einkommen aufbauen möchten
- Personen mit lokalen Marktkenntnissen
- Alle, die den Immobilienmarkt im kleinen Rahmen testen wollen
Weniger geeignet ist es, wenn du schnelle Gewinne erwartest oder kein Geld für längere Durststrecken hast. Der Aufbau dauert Zeit, aber dafür ist das Geschäftsmodell später sehr stabil.
Erste Schritte
- 1Schritt 1: Marktanalyse in deiner Region durchführen - recherchiere Mietpreise für Garagen und prüfe das Angebot
- 2Schritt 2: Finanzplan erstellen - kalkuliere Kaufpreise, laufende Kosten und realistische Mieteinnahmen
- 3Schritt 3: Erste Garage finden - nutze Immobilienportale, lokale Anzeigen oder frage bei Hausverwaltungen nach
- 4Schritt 4: Finanzierung klären - prüfe dein verfügbares Eigenkapital oder Kreditoptionen
- 5Schritt 5: Kaufvertrag abschließen und Eigentumsübergang organisieren
- 6Schritt 6: Mietvertrag-Vorlage besorgen - lass dir von einem Anwalt helfen oder nutze Online-Muster
- 7Schritt 7: Erste Mieter finden - schalte Anzeigen und führe Besichtigungen durch
- 8Schritt 8: Verwaltung aufbauen - organisiere Mietzahlungen, Versicherung und Instandhaltung
Fakten & Überblick
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Finloom Tipp
"Starte mit einer einzelnen Garage in guter Lage, bevor du skalierst. Prüfe vorab die lokalen Mietpreise und den Parkplatzbedarf in deiner Zielregion. Eine Garage für 15.000 Euro kann bei 100 Euro Monatsmiete bereits nach 12-15 Jahren abbezahlt sein – danach fließt fast alles als passiver Gewinn."
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